Marktratssitzung vom 10.02.2015

Alle dürfen bauen

Marktrat winkt zahlreiche Pläne durch

(sei) Die Sitzung des Marktrats ging am Dienstag in der Mehrzweckhalle mit großer Einigkeit über die Bühne. Einstimmig genehmigten die Fraktionen die Bauanträge von Hubert und Petra Grill, Günther Helgert und Melanie Stöhr sowie von Thomas und Waldtraud Dollhopf. Kein Problem war auch die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes für das bestehende Wohnhaus von Michael und Petra Franke in der Sophie-Scholl-Straße 23. Der Ausschuss für Kultur-, Freizeit und Jugend hatte sich in seiner Novembersitzung für eine Teilnahme des Marktes an der Ferienfreizeit der Firma „Learning Campus“ in Trabitz ausgesprochen. Das Gremium beschloss, die Kosten in Höhe von 60 Euro pro Kind und Woche zu übernehmen, weitere 60 Euro müssen die Eltern zahlen. Teilnehmen können Mädchen und Buben zwischen 9 und 15 Jahren.

Die Bestellung von Stefan Diedl zum Standesbeamten wurde widerrufen, da genügend Vertreter für das Amt zur Verfügung stehen. Weil die bisherige Kassenverwalterin in Mutterschutz geht, bestellten die Räte Monika Puff zur Kassenverwalterin. Vertreterin ist Kathrin Kaufmann.

Online bezahlen

Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern bekam den Auftrag, ein Bürgerserviceportal mit E-Payment für Einwohnerwesen und Standesamt zu installieren. Die Kosten betragen einmalig 1800 Euro und 15 Cent je Vorgang. Siegfried Janner (CSU) hält den Service für Berufstätige wichtig. Manfred Klier (SPD) sprach von einer Selbstverständlichkeit. Das Bayernwerk tauscht sechs Lampen in der Freihunger-, Hüttener- und Weidener Straße für 3049 Euro aus. Laut Bayernwerk soll sich der Aufwand in fünf bis sechs Jahren amortisieren.

Gemeinsamer Autokauf

Der evangelische Posaunenchor erhält für Jugendliche, die an der Bläserrüstzeit auf der Burg Wernfels teilgenommen haben, einen Zuschuss von drei Euro je Teilnehmer und Tag. Die Mittelschule Weiherhammer bekommt für den Aufenthalt der achten Klasse im Schullandheim Gleißenberg fünf Euro je Tag und Manteler Kind. Bürgermeister Stephan Oetzinger teilte mit, dass die Möglichkeit besteht, das neue Tanklöschfahrzeug zusammen mit den Feuerwehren Neustadt und Eschenbach zu beschaffen. Dazu sei eine europaweite Ausschreibung notwendig, um Formfehler zu vermeiden und keinen Verlust der Förderung zu riskieren. Die Lieferung wird nicht vor 2017 erfolgen. Durch den gemeinsamen Fahrzeugkauf bekommen die Gemeinden wesentlich höhere Rabatte, was bei geschätzten Kosten von 350 000 Euro je Auto enorm spart. Franz Sperl von der FWG regte an, das Geschwindigkeitsmessgerät noch besser einzustellen.

2016 wird’s schneller

30 Megabit für alle Manteler Anschlussinhaber

(sei) Im Marktrat informierte Manfred Gebhardt vom Büro IK-T in Sachen Breitbanderschließung über den aktuellen Stand und die Festlegung des Ausbauumfanges. Mantel kommt durch das Breitbandförderprogramm Bayern in den Genuss von 90 Prozent staatlicher Förderung, dazu kommen 50 000 Euro durch interkommunale Zusammenarbeit. Der Fachmann erläuterte den zeitlichen Ablauf. Alle Anschlussinhaber müssen mit 30 Megabit versorgt werden. Das Förderprogramm läuft bis Ende 2018. Das Regensburger Büro schreibt einen Wettbewerb für Betreiber aus.

Laut Gebhardt gehe beim Fernsehen der Informationsfluss nur in eine Richtung, bei den Breitbanddiensten sei jedoch der Informationsfluss in beide Richtungen erforderlich. Erster Schritt sei der Ausbau mit Glasfaserkabel bis zum Kabelverzweiger, der kann bis zu 400 Hausanschlüsse versorgen. Der zweite Schritt wäre die Glasfaserkabelanbindung für jedes Haus. Die Hausanschlüsse würden vorerst noch über das Telefonkabel versorgt. Die geplanten Erschließungsgebiete in Mantel und den Ortsteilen liegen nun fest, der Förderantrag soll bis Juli 2015 gestellt werden, und bis Ende 2016 soll der Breitbandausbau wie geplant fertiggestellt sein. Der Marktgemeinderat genehmigte den Ausbauumfang auf Grundlage der Daten von IK-T.

Quelle: Der Neue Tag